Die Raubdelikte gehören zu den Delikten gegen die persönliche Willensfreiheit. Zu den Raubstraftatbeständen gehören Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Diebstahl und der räuberische Angriff auf Kraftfahrer.

Raub nach § 249 StGB
(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder eine Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren“

Ein Raubdelikt liegt zum Beispiel vor, wenn ein Überfall auf eine Tankstelle vorliegt und den Mitarbeitern gegen ihren Willen etwas weggenommen wird.


Räuberische Erpressung nach § 253, 255 StGB

Eine Räuberische Erpressung liegt bereits dann vor, wenn dem Opfer nicht „weggenommen“ wird, sondern er die Sache unter Androhung von Gewalt „freiwillig“ herausgibt.

Eine räuberische Erpressung liegt zum Beispiel vor, wenn der Täter im o.g. Fall den Mitarbeitern der Tankstelle nichts „wegnimmt“ sondern diese das Geld aufgrund der Drohung „freiwillig“ herausgeben.

Räuberischer Diebstahl nach § 252 StGB
Ein solcher liegt z.B. vor, wenn der Täter mit der Beute flüchten will und von einem Sicherheitspersonal aufgehalten wird mit der Aufforderung, die Beute herzugeben, er sich die Tatbeute gewaltsam sichert, indem er z.B. sagt „hau ab, sonst gibt s auf die Fresse“.

Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer nach § 316 a StGB
Ein solcher liegt vor, wenn die Person, gegen die der Raub oder die Erpressung begangen wird, gerade ein Auto steuert.

Raub mit Todesfolge
Stirbt jemand im Zuge einer Raubstraftat, ist ein Raub mit Todesfolge nach § 251 StGB denkbar.

Anwaltlicher Rat:

Werden Sie beschuldigt, einen Raub begangen zu haben, beauftragen Sie umgehend einen Fachanwalt für Strafrecht oder einen erfahrenen Strafverteidiger. Die richtige Verteidigung eines Raubdeliktes kann darüber entscheiden, ob sie in die Gunst einer Bewährungsstrafe kommen oder nicht. So kann es unter Umständen angeraten sein, die Umstände eines minder schweren Falles herauszuarbeiten. Nicht selten kommt es im Zusammenhang mit Raubdelikten auch zu Hausdurchsuchungen und vorläufiger Festnahme. Nur ein erfahrener Rechtsanwalt kann ihnen dann noch helfen. Seine Aufgabe wird es sein darzulegen, warum die Haftgründe nicht vorliegen. Die notwendige Erfahrung in dem Bereich wird Ihre Verteidigung optimieren. Die Anwälte Dr. Hammerich und Taher haben bereits erfolgreich Raubstraftaten verteidigt und mehrfach Beschuldigte aus der Untersuchungshaft befreit. Im Falle einer Raubstraftat können sie sich an die erfahrenen und kompetenten Anwälte Taher und Dr. Hammerich wenden.